Gemüse – Wie viel Ertrag ist im Garten möglich?

In Martinas Gartenparzelle in unserem Areal Ifang wächst das Gemüse natürlich gut. Juni 2022. Foto Dirk Rahnenführer
In Martinas Gartenparzelle in unserem Areal Ifang wächst das Gemüse natürlich gut. Juni 2022. Foto Dirk Rahnenführer

Gemüse und Salat – wie viel kann man im eigenen Garten ernten?

Dieser Frage ist Mariann Baschnonga nachgegangen. Anlass war der Welternährungstag, der jährlich am 16. Oktober stattfindet. Mariann ist die Regionalvertreterin Ostschweiz-Stadt des Schweizer Familiengärtner-Verband SFGV. Diesen Sommer hat sie unsere Mitglieder Martina und Elsa in ihrem Familiengarten-Areal Ifang in Dübendorf vor Ort besucht und interviewt. Den ausführlichen Artikel könnt ihr hier auf der Seite des Schweizer Familiengärtner-Verbands lesen.

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Bienenhotel einfach selbst bauen

Warum ein Bienenhotel?

Was können wir tun, um die Bio­­di­ver­sität in unseren Gär­ten zu fördern? Wie können wir Insek­ten helfen, einen geeig­neten Nist­­­platz zu finden und zugleich das Wachs­­tum unseres Gemüses und Obstes unter­­­stützen? Das welt­­­weite Bie­nen­­­sterben wird durch viel­­fältige Faktoren beein­­flusst, darunter vor allem die Zer­stö­rung von Lebens­­raum und der Nahrungs­­­grund­­­lage. Aber ohne Bienen wird auch die Nahrung für uns knapp, denn die kleinen fleissigen Tiere bestäu­ben rund 80% unserer Nutz- und Wild­­pflanzen.

Martinas Bienenhotel für Sandbienen und Erdbienen. Der Salbei im Vordergrund lockt schon morgens die ersten fleissigen Bienen an.
Martinas Bienenhotel für Sandbienen und Erdbienen. Der Salbei im Vordergrund lockt schon morgens die ersten fleissigen Bienen an.

Wildbienen und der Boden

Mit einem Bienen­­hotel oder einem Bienen­­­paradies förderst du die Bestäu­­­bung in deinem Garten und kannst Natur haut­nah miter­­leben. Das ist auch für die kleinen Garten­­­ent­­­decker ein beson­­­deres Erlebnis, denn Wild­­­bienen stechen viel seltener als Honig­­bienen! So eignet sich das Projekt Wild­­­bienen­­­paradies auch für einen Familien­garten.

Wie sinnvoll ist ein Insektenhotel? Mit einem Insekten­­­hotel in deinem Garten, auf deiner Terrasse oder dem Balkon bietest du rund einem Drittel der Wild­­­bienen ein Zuhause. Aber wusstest du, dass zwei Drittel aller Wild­­bienen im Boden nisten? In Zusammen­­­arbeit mit Wild­biene + Partner hat Ricoter Schweizer Erde einen spezi­ellen Wild­­­bienen­­­sand entwickelt, der den Anfor­­­derungen der boden­­­nisten­den Bienen ent­spricht. Mit diesem Sand ist der Bau deines eigenen Bienenhotels kinderleicht.

Biodiversität

Mehr zum Thema Biodiversität in unseren Familiengärten könnt ihr in unserem Beitrag zum Wettbewerb Biodiversität lesen, den wir zum Sommerfest 2023 veranstaltet hatten.

Und hier geht es zur Bauan­leitung – Bienenhotel selbst bauen

Was du brauchst? Einen sonnigen und trockenen Platz – egal ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon. Denn der Bienen­­­sand kann auch in Töpfen prima genutzt werden und hilft so auch auf kleinstem Raum.

In meinem Garten im Areal Ifang habe ich das Pro­jekt Wild­­­bienen­­­paradies auf einem leeren Beet von etwa zwei Quadratmetern geplant. Wenn du das Wild­­­bienen­­­paradies mit den unten­­stehen­den Massen umsetzen möchtest, benötigst du in etwa 25 Kilogramm Kies sowie 120 Liter Wild­­­bienen­­­sand.

Verwendete Werkzeuge:

  • grosse Schaufel
  • kleine Schaufel
  • Handschuhe

Verwendetes Baumaterial und ungefährer Preis:

  • Kies: CHF 5
  • Bienensand 120 Liter: CHF 66
  • Holz: CHF 10
Schritt 1: Ausheben einer Grube
Schritt 1: Ausheben einer Grube
Schritt 2: Kies als Drainage
Schritt 2: Kies als Drainage

Schritt 1: Als erstes hebst du für Dein Bienenhotel eine Grube von 60 cm Durchmesser und 30 cm Tiefe aus.

Schritt 2: Der Boden wird mit Grobkies als Drainage bedeckt, um die Wasserdurchlässigkeit für das Bienenhotel zu gewährleisten. Beachte, dass ich bei diesem Projekt feineren Kies verwendet habe.

Schritt 3: Bienensand auffüllen
Schritt 3: Bienensand auffüllen
Schritt 4: Sandlinse bauen
Schritt 4: Sandlinse bauen

Schritt 3: Direkt auf den Kies kommt der fein strukturierte und somit gut formbare Wildbienensand, der leicht angedrückt wird, damit sich die Bestäuber gut hineinbohren können.

Schritt 4: Um eine richtige Sandlinse zu bauen, formst du nun auf dieser Fläche eine Sand-Kuppel von etwa 30 cm Höhe und drückst auch diese leicht an. Ich habe die Sandlinse aus optischen Gründen mit Steinen umrandet.

Nun bin ich noch auf der Suche nach leeren Schneckenhäusern. Warum? Genau dort sucht sich die Schneckenhaus-Mauerbiene ihren Nistplatz. Die Schneckenhäuser lege ich neben die Steine am Rand vom Bienenhotel. (Hier findest du übrigens unser nicht ganz ernst gemeintes Exklusivinterview mit Hans der Schnecke.)

So finden die Bienen mein Hotel

Aber woher wissen die Bienen denn nun, dass es in diesem Garten einen optimalen Nistplatz gibt? Du hilfst den kleinen Spürnasen, dein Bienenhotel zu finden, indem du neben der Sandlinse bienenfreundliche Wildblumen pflanzt. in dem breiten Spektrum findest du sicher Pflanzen, die von den Boden-Gegebenheiten her sowie optisch in deinen Garten passen. Beachte, dass viele Wildbienenarten erst im Sommer unterwegs sind und du daher Wildblumen nutzen solltest, die im Sommer blühen.

Bienenfreundliche Pflanzen

Hier sind einige Beispiele von bienenfreundlichen Pflanzen, die in meinem Garten wachsen:

Das Bienenhotel im Überblick.
Das Bienenhotel im Überblick. Neben verschiedenen bienenfreundlichen Pflanzen ist auch Naturholz für die Wildbienen aufgeschichtet.
Wiesensalbei
Der Wiesensalbei (Silvia pratensis) blüht in dunklem Blau und lockt mit seinem Nektar nicht nur zahlreiche Wildbienen, sondern auch Hummeln an.
Ähriger Ehrenpreis
Ähriger Ehrenpreis
Echter Gamander
Echter Gamander
Tauben-Skabiose
Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), deren wunderschöne hellviolette Blütenstände zahlreiche Wildbienenarten anzieht, blüht von Mai bis September.
Glockenblume
Glockenblume

Weitere Informationen zu Wildbienen

Eine tolle Auflistung geeigneter Wildblumen und viele weitere Informationen zu Wildbienen generell findest du zum Beispiel auf der Homepage von Wildbiene + Partner.

Was muss man bei einem Bienenhotel noch beachten? Ricoter Schweizer Erde bietet ein informatives Video zum Bau einer Sandlinse an und beschreibt ebenfalls, wie du den Wildbienensand auf dem Balkon einsetzen kannst.

Auf den Fotos kannst du auch Naturholz entdecken, das seitlich leicht gestapelt liegt und ebenfalls den Bienen als Nistplatz dienen soll. Denn manche Wildbienen bauen ihre Nester in morschen Holzstämmen. Besonders Holz, das an warmen und trockenen Orten liegt, zieht die wärmeliebenden Insekten magisch an.

Fazit

Mit einem Zuhause für Wildbienen tust du nicht nur den Insekten etwas Gutes, sondern förderst zugleich die Biodiversität. Und das kommt nicht nur den Bienen zu Gute, sondern insbesondere auch deinem Garten.

Wir sind ein Verein für Familiengärten in Dübendorf im Kanton Zürich.

  • Hier findest Du mehr Informationen über unseren Verein.
  • Eine Übersicht über unsere Garten-Areale in Dübendorf findest du hier.

Der Riesenkürbis

Der Riesenkürbis

Wir gratulieren Hannes vom Areal Zelgli zu seinem Riesenkürbis. 72kg gilt es zu schlagen!

Neulich erst hatten wir auf unserer Facebook-Seite kurz von seinem Riesenkürbis berichtet. Heute fragen wir Hannes wie wir auch so einen grossen Kürbis ziehen können.

Nina hinter einem Riesenkürbis
Nina hinter einem Riesenkürbis

Der Gärtner im Interview

Welche Kürbissorte ist das?
Das ist die Sorte Atlantic Giant.

Warum ist der Kürbis so gross?
Das ist Glücksache und nicht jedes Jahr gedeiht es so, vor drei Jahren waren es 69.5kg. Aber generell wächst diese Sorte schon stark.

Was muss ich machen, dass mein Kürbis auch so gross oder gar grösser wird?
Die Arbeit beginnt schon im Herbst mit dem Herrichten des Komposts. Erst schichte ich alle Gartenabfälle auf einen Walm auf, mindestens 2-3m3. Dann pflanze ich im Mai den Kürbis neben dem Haufen in die Erde aus – aber erst nach den Eisheiligen. Bis dahin habe ich allerdings den Walmhaufen schon drei- bis viermal umgeschichtet. Dadurch kann viel Sauerstoff eindringen und der Rotteprozess läuft entsprechend gut. Somit dringen später die Wurzeln an den Stängeltrieben des Kürbisses gut in den Haufen ein. Das ermöglicht dem Kürbis die Nährstoffe und das Wasser direkt aus dem Haufen zu holen. Je mehr Triebe und Blattmasse vorhanden, umso mehr Assimilate (energiereiche organische Stoffe) können dann in die Frucht eingebaut werden. Ausserdem lasse ich pro Pflanze nur eine Frucht laufen, alle anderen entferne ich. So ist die maximale Nährstoffversorgung für nur eine Frucht gewährleistet.

Ist der Kürbis innen wirklich hohl?
Ja, die Wandstärke misst ca. 8-10cm, innen ist das Kerngehäuse aus einem feinen Netz. Wenn wir den Kürbis gut ausreifen lassen, erreichen wir eine längere Haltbarkeit.

Schmeckt das noch bei der Grösse?
Ja, in anderen Jahren hatte ich drei bis vier kleinere Früchte geerntet und die hatten meine Nachbarn zu Suppe verarbeitet. Ich habe keine negativen Echos gehört.

Es braucht halt auch viel Glück. Dieses Jahr konnte ich nur 10 Liter Wasser pro Tag und Pflanze geben. Das war viel weniger als in anderen Jahren, also liegt es nicht nur an der Wassermenge. Entscheidend ist letztlich wohl meine nährstoffreiche Komposterde.

Neophyten

Invasive Neophyten

Invasive Neophyten sind Pflanzen, die ursprünglich nicht bei uns heimisch sind. Neophyten dürfen bei uns nicht gepflanzt werden. Sie breiten sich aus und verdrängen dabei auch einheimische Pflanzen.

Eine sehr gute Übersicht über invasive Neophyten in der Schweiz bietet die dreisprachige Seite http://www.neophyten-schweiz.ch. Sie wird betrieben vom Unternehmerverband Gärtner Schweiz, JardinSuisse.ch.

Solidago canadensis, Kanadische Goldrute, gehört zu den unerwünschten Neophyten
Solidago canadensis, Kanadische Goldrute, gehört zu den unerwünschten Neophyten

Die Goldrute

Die Goldrute ist ein Neophyt der leider auch bei uns in Dübendorf vorkommt. Schon 2011 schrieb die Stadt Dübendorf den VFD direkt an und bat, bei der Bekämpfung der Goldrute zu unterstützen. Hier ist der Brief im Wortlaut

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Start in die neue Gartensaison

Die Gartensaison

Die neue Gartensaison beginnt mit der Planung der Gartenarbeiten.

Draussen ist es gegen Winterende noch kalt und grau, und es sieht nicht wirklich nach Frühling aus. Sobald die ersten Schneeglöckchen durch die Erde spitzen, kribbelt es aber vielen von uns bereits in den Fingern und wir möchten mit der neuen Gartensaison loslegen.

Planung ist wichtig

Die Arbeit startet aber nicht erst, wenn der Boden soweit abgetrocknet ist, dass man ihn bearbeiten kann. Die Arbeit beginnt mit der Planung, bei der Überlegung, was man dieses Jahr wo, in welcher Reihenfolge und Kombination pflanzen will.

Dabei ist es wichtig, auf die Fruchtfolge und den Fruchtwechsel zu achten, um Bodenermüdung vorzubeugen. Auch die Mischkultur hilft, die Nährstoffe im Boden optimal auszunutzen. Denn wenn der Boden ausgelaugt ist, sind die Pflanzen kleiner und auch ein gefundenes Fressen für Schädlinge, Krankheiten und Pilze.

Der Artikel von Ute Studer aus dem Gartenfreund 2/2018 erklärt diese wichtigen Instrumente der Gartenkultur anschaulich.

Weitere Ressourcen

Unter unseren VFD Tags findest Du weitere Artikel mit Bezug zu den Themen Biodiversität oder Nachhaltigkeit.

Die aktuellen Exemplare des Gartenfreundes findest Du auch online auf der Seite des Schweizer Familiengärtner-Verbands hier.